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Ausgründen aus der Universität: Ein Leitfaden für Start-ups

Das Ausgründen aus der Universität ist für viele junge Unternehmer ein bedeutender und aufregender Schritt. Dabei werden innovative Ideen und Forschungsergebnisse aus dem akademischen Umfeld in die Praxis umgesetzt und auf den Markt gebracht. Dieser Beitrag beleuchtet ausführlich die wichtigsten Aspekte des Ausgründens.

Was bedeutet Ausgründen aus der Universität?

Das Ausgründen aus der Universität beschreibt den Prozess, bei dem Studierende, Wissenschaftler oder Mitarbeiter einer Hochschule ein eigenes Start-up-Unternehmen gründen. Ziel ist es, akademisches Wissen und Forschungsergebnisse wirtschaftlich zu verwerten. Diese Start-ups profitieren häufig von fortschrittlichem Know-how und innovativen Technologien, die ihnen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Wichtige Aspekte des Ausgründens

1. Rechtliche Grundlagen und Unternehmensform

Ein entscheidender Schritt beim Ausgründen ist die Wahl der richtigen Unternehmensform. Jede Form hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile:

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH): Die GmbH ist eine häufig gewählte Rechtsform für Start-ups, da sie eine Haftungsbeschränkung bietet. Das Mindestkapital beträgt 25.000 Euro, was durch Stammeinlagen der Gesellschafter aufgebracht wird.

Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) (UG): Die UG ist eine Variante der GmbH mit geringerem Mindestkapital. Sie eignet sich besonders für Gründer, die mit geringem Eigenkapital starten möchten. Allerdings ist mit einer UG auch immer verbunden, dass keine volle Kapitalisierung wie bei einer GmbH erfolgt.

Ein Rechtsanwalt und Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht kann Ihnen helfen, die passende Struktur für Ihr Start-up zu finden und die Gründungsdokumente korrekt zu erstellen. Er stellt sicher, dass alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind und Sie optimal aufgestellt sind.

2. Schutz des geistigen Eigentums

Geistiges Eigentum ist oft das wertvollste Kapital eines Start-ups, insbesondere bei Ausgründungen aus der Universität. Dazu gehören Patente, Marken, Urheberrechte und Geschäftsgeheimnisse. Der Schutz dieser immateriellen Vermögenswerte ist essentiell, um Ihre Innovationen vor Nachahmung zu sichern.

Dazu gehören die Anmeldung von Patenten, die Registrierung von Marken und der Schutz von Urheberrechten. Zudem sollten Sie Verträge zur Geheimhaltung (Non-Disclosure Agreements) aufsetzen, um sicherzustellen, dass vertrauliche Informationen geschützt bleiben.

3. Verträge und Vereinbarungen

Im Laufe des Gründungsprozesses und des operativen Geschäftsbetriebs sind zahlreiche Verträge abzuschließen. Diese reichen von Gesellschafterverträgen über Arbeitsverträge bis hin zu Verträgen mit Geschäftspartnern und Kunden.

Insbesondere bei Gesellschafterverträgen ist es wichtig, klare Regelungen zu treffen, um Konflikte zwischen den Gründern zu vermeiden und die Handlungsfähigkeit des Unternehmens zu gewährleisten. So wird stets erforderlich sein, dass die Know-how-Träger regelmäßig für lange Zeit im Unternehmen tätig sind, um ihm zum Erfolg zu verhelfen. Dies kann über so genannte Vesting-Regelungen erfolgen. Hierbei wird vertraglich vereinbart, dass sich jeder Gründer seine Geschäftsanteile über einen bestimmten Zeitraum graduell sichert. Scheidet ein Gründer vor Ablauf dieses Zeitraums aus, erhält er auch nur eine anteilige Abfindung. Ebenso sind Wettbewerbsverbote und die erforderlichen Stimmmehrheiten bei Beschlussfassungen zu regeln

4. Finanzierung und Venture Capital

Viele junge Unternehmen sind auf externe Finanzierung angewiesen, um ihre Geschäftsideen umzusetzen und zu wachsen. Venture Capital (Risikokapital) spielt hierbei eine zentrale Rolle. Investoren stellen Kapital zur Verfügung, erwarten im Gegenzug jedoch Anteile am Unternehmen und Mitspracherechte.

Als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht kann Sie durch den gesamten Prozess der Kapitalbeschaffung begleiten. Dazu gehört die Erstellung eines überzeugenden Businessplans, die Identifizierung potenzieller Investoren und die Vorbereitung und Durchführung von Verhandlungen. Der Anwalt stellt sicher, dass die Finanzierungsbedingungen fair sind und Ihre Interessen gewahrt bleiben. Zudem hilft er Ihnen, rechtliche Dokumente wie Beteiligungsverträge und Gesellschaftsverträge zu erstellen.

5. Compliance und rechtliche Anforderungen

Ein weiteres wichtiges Thema für Start-ups ist die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften (Compliance). Dies umfasst zahlreiche Bereiche wie Datenschutz, Arbeitsrecht, Steuerrecht und Umweltrecht. Die Nichteinhaltung dieser Vorschriften kann zu erheblichen rechtlichen und finanziellen Risiken führen.

Sie sollten also die relevanten Vorschriften identifizieren und entsprechende Maßnahmen implementieren. Es gilt, interne Richtlinien und Verfahren zu entwickeln, um sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Zudem sollten Ihre Mitarbeiter in Compliance-Fragen geschult werden.

Rechtsanwalt: Startup-Helfer

Die Rolle eines Rechtsanwalts im Gründungsprozess eines Start-ups ist vielseitig und entscheidend für den langfristigen Erfolg des Unternehmens. Hier sind einige konkrete Beispiele, wie ein Rechtsanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht Ihnen helfen kann:

Beratung zur Unternehmensgründung: Ein Rechtsanwalt kann Sie bei der Wahl der richtigen Unternehmensform beraten und die notwendigen Gründungsdokumente erstellen. Er sorgt dafür, dass alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind und Sie optimal aufgestellt sind.

Schutz des geistigen Eigentums: Ein Anwalt hilft Ihnen, Ihre Innovationen durch Patente, Marken und Urheberrechte zu schützen. Er unterstützt Sie bei der Anmeldung und Durchsetzung dieser Rechte und hilft Ihnen, Verträge zur Geheimhaltung (Non-Disclosure Agreements) aufzusetzen.

Vertragsgestaltung und -prüfung: Ein Anwalt formuliert und überprüft alle wichtigen Verträge, die im Laufe des Gründungsprozesses und des Geschäftsbetriebs anfallen. Dazu gehören Gesellschafterverträge, Arbeitsverträge, Verträge mit Geschäftspartnern und Kunden sowie Verträge zur Finanzierung.

Kapitalbeschaffung und Investor Relations: Ein Anwalt unterstützt Sie bei der Suche nach Investoren und der Aushandlung von Finanzierungsbedingungen. Er sorgt dafür, dass die Verträge fair sind und Ihre Interessen gewahrt bleiben.

Compliance und rechtliche Anforderungen: Ein Anwalt hilft Ihnen, die relevanten gesetzlichen Vorschriften zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen zu implementieren. Er unterstützt Sie bei der Entwicklung interner Richtlinien und Verfahren und bei der Schulung Ihrer Mitarbeiter in Compliance-Fragen.

Fazit

Das Ausgründen aus der Universität bietet eine einzigartige Gelegenheit, wissenschaftliche Innovationen in erfolgreiche Start-up-Unternehmen zu verwandeln. Dabei sind jedoch zahlreiche rechtliche Aspekte zu beachten. Mit einem umfassenden rechtlichen Beistand sind Sie in der Lage, Ihre unternehmerischen Ziele zu erreichen und gleichzeitig sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen auf soliden rechtlichen Fundamenten steht.

Als Rechtsanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht begleite ich Sie durch den gesamten Gründungsprozess und helfe Ihnen, rechtliche Stolpersteine zu vermeiden.

Wenn Sie mehr über die rechtlichen Aspekte des Ausgründens erfahren oder eine individuelle Beratung wünschen, kontaktieren Sie mich. Ich unterstützen Sie gerne auf Ihrem Weg zum erfolgreichen Start-up!

Anwalt Gesellschaftsrecht und Handelsrecht

Dr. Andrelang, LL. M.

Fachanwalt für Internationales Wirtschaftsrecht

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